"Wasserrohrbruch im Polizeipräsidium"

Nöttinger Theaternachwuchs zeigt dreimal sein neues Stück - Ab Freitag gibt es die Karten

"Wasserrohrbruch im Polizeipräsidium" - so heißt das turbulente Theaterstück, das seit Anfang September sieben junge Laienschauspieler unter der Regie von Monika Kölbl und Sandra Fischer einstudieren.

Seit Wochen fleißig am Üben: hinten Laura Heinzlmeier und Julia Kölbl; davor Sandra Fischer, Kosta Blechta und Regisseurin Monika Kölbl; sitzend Hannah Witteborn, Laura Heinzlmeier und Alea Brunec; ganz vorne Lisa Kölbl. | Foto: Theaterfreunde Nötting

Zu sehen gibt es die Aufführungen des Nöttinger Theaternachwuchses am 10., 16. und 17. November, der Kartenvorverkauf beginnt an diesem Freitag, 25. Oktober.
Schauplatz des Stücks ist die kleine Stadt Burgenheim, in der eigentlich ist nicht viel geboten ist. Die Bürger sind sehr brav, und Straftaten sind äußerst selten. Doch eines Tages kommt es zu einem Wasserrohrbruch im Polizeigebäude. Darum muss das Büro des Polizeipräsidenten Nix (Sara Heinzlmeier) auf die Straße verlegt werden, und so können ihn alle bei der "Arbeit" beobachten.

Nix ist leider nicht der Fleißigste und nutzt die Arbeitszeit gerne mal für ein Nickerchen. Als dessen Stellvertreter, Kommissar Zufall, seinen Urlaub angetreten hat, betritt die Orgelspielerin Magda Mauerblümchen (Alea Brunec) die Wache, und möchte eine Straftat zur Anzeige bringen, die Nix widerwillig aufnimmt. Da ihm diese Tätigkeit aber schon zu viel ist und er viel lieber seinen Mittagsschlaf halten möchte, ernennt er die Straßenfegerin Kniehoch (Julia Kölbl) zum Vize-Polizeipräsidenten. Jetzt bricht das Chaos völlig aus. Bürgermeister Niegeheim (Kosta Blechta), die Baronin Katharina (Hannah Witteborn) und die Touristin Regina (Laura Heinzlmeier) wollen ebenfalls eine Anzeige erstatten und der Ersatz-Präsident muss erst einmal die Ermittlungen starten.
Wie es weitergeht, können Jung und Alt am 10., 16. und 17. November jeweils um 15 Uhr im Fuchssaal, Regensburger Straße 17, verfolgen (Einlass 14 Uhr). Karten gibt es ab dem 25. Oktober bei Spielwaren Krömer, Maximilianstraße 18, zum Preis von 3,50 Euro. Auch für Essen und Getränke ist gesorgt.

(Artikel: Donaukurier)


Eingangsschild für den Fuchssaal

Der Fuchssaal in der Regensburger Straße ist seit vielen Jahren das Domizil der Theaterfreunde Nötting.
Dennoch haben gerade ortsunkundige Besucher immer wieder Probleme, den Weg in den Saal zu finden. Damit soll es nun vorbei sein. Die Theaterfreunde haben bei der Stadt beantragt, den recht unscheinbaren Zugang zum Saal mit einem zwei Quadratmeter großen Schild kennzeichnen zu dürfen. Es gibt nichts, was gegen die beantragte Beschilderung spricht, war man sich in der jüngsten Sitzung des Geisenfelder Bauausschusses einig. Allerdings sei nach der Bauordnung hierfür ein offizieller Antrag nötig, dem die Bauverwaltung dann rasch stattgeben könne, hieß es.
(Artikel: Donaukurier)



Wenn der Panzer erste Risse bekommt

Die Premiere ist den Theaterfreunden Nötting hervorragend gelungen. Am Samstag ging der Vorhang im Fuchs-Saal für "Die Eisheilige" erstmals in dieser Saison auf - und der Funke ist sofort aufs Publikum übergesprungen. Vier weitere Vorstellungen stehen an den Freitagen und Samstagen, 22. und 23. sowie 29. und 30. März, außerdem noch aus.

Beim Dankeslied auf der Bühne im Fuchs-Saal: Monika Zellner (von links), Peter Zellner, Jessica Bauer, Christoph Brücklmeier, Natascha Koch, Sebastian Koch und Irmgard Fischer.
Von Anfang bis zum Ende geht es immer spannend, doch höchst amüsant auf der Bühne zu - und die Lachmuskeln der Zuschauer werden unheimlich strapaziert bei dieser turbulenten Liebesgeschichte. Das Bühnenbild ist eine gemütliche Bauernstube, von den Gebrüdern Kölbl perfekt gestaltet für dieses Stück.

Drinnen herrscht oft dicke Luft. Die Bäuerin Mara Meininger (Sandra Fischer) macht ihrer Schwester Sonja (Natascha Koch) und ihrem Knecht Ludwig (Stefan Krammel), der für sie einfach zum Haus gehört, das Leben nämlich gehörig schwer. Alle sehen sie lieber von hinten. Sie ist bissig, immer grantig - und hat Haare auf den Zähnen. "Koa Mo übernimmt daherin das Kommando", faucht sie den Ludwig an. "Jeda Mo is a Hallodri", ist sie überzeugt. Denn als junges Mädchen wurde sie von einem Mann schwer enttäuscht. Sie wurde eine harte Frau. Und seitdem nennt man Mara "die Eisheilige".

Aber ihre Schwester ist jung und schwer verliebt. Sie glaubt an die Liebe, ist mit dem charmanten Dorfarzt Tobias Selldinger (Sebastian Koch) schon lange liiert und lässt sich auch durch die größten Boshaftigkeiten ihrer Schwester nicht beirren. Als Mara die Verliebten in der Kammer erwischt, herrscht wieder einmal dicke Luft in der Stube.

Der Ludwig muss sich so manches Mal mit einem Schluck aus der Schnapsflasche beruhigen, wenn die Mara immer wieder ihr Gift verspritzt. Er steht fest hinter den beiden Verliebten, will ihnen helfen. Und da greift das Schicksal ein: in Gestalt des Erntehelfers Michael, der vor seiner liebestollen "Verlobten" Sofie Brandner (Jessica Bauer) davonläuft und vom Knecht Ludwig mit offenen Armen aufgenommen wird. Ludwig braucht ihn dringend als Arbeiter, schließt Michael außerdem in sein großes Herz - und führt auch sonst noch was mit ihm im Schilde.
Wird's was? Stefan Krammel (von links) als Ludwig, Sandra Fischer ("Die Eisheilige") und Manuel Zellner (Michael). 
Die Bäuerin Mara kann es nicht fassen. Da kommen auf einmal immer mehr Leute, vor allem auch Männer, auf den Hof. Wegen eines Brandes quartiert die Altersheimleiterin Klara Gutensohn (Irmgard Fischer) zwei alte Leute, die Alma Madinger (Monika Zellner) und den Nepomuk Hinterseer (Peter Zellner) bei ihr ein. Und die beiden erleben auf dem Hof ihren zweiten Frühling. Was für viele Lacher sorgt, denn sie verkörpern ihre Rollen perfekt. Die Zwei wollen unbedingt auf dem Hof bleiben und dabei werden sie von der listigen Frau Gutensohn auch voll unterstützt.

Bis man schaut, herrscht reges Leben auf dem Bauernhof. Und ganz langsam bekommt der Eispanzer der Bäuerin Mara erste Risse. Sie wird umgänglicher. Der Ludwig befürchtet schon: "Sie muss krank sein." Aber bald blickt er durch, was da so schleichend passiert. Er weiß es, alle anderen wissen es. Nur der Michael und die Mara haben keine Ahnung.

Plötzlich taucht Michaels angebliche Verlobte Sofie auf und sorgt nochmal für einen gewaltigen Wirbel. Sie behauptet: "Ich bin schwanger vom Michael." Doch das Rentnerpaar blickt voll durch und Alma stellt fest: "Sie will dem Michael ein Kuckucksei unterschieben - denn sie kann rechnen." Die ungeliebte Sofie wird vom Hof gejagt. Doch sie ist raffiniert und kann sich helfen: Mit dem ewigen, immer wieder abgewiesenen Verehrer der Mara, dem leichtgläubigen Fritz Leitner (Christoph Brücklmeier) findet sie bald einen Ersatzvater, der sich schnell in sie verliebt, aber trotzdem meint: "Das zweite Kind mach ich aber selber" - was die Sofie mit einem innigen Kuss besiegelt.

Ob sich die Mara tatsächlich verlieben kann und der Michael sich mit der Kratzbürste ein Leben vorstellen kann, wird nicht verraten. Denn es folgen ja noch weitere vier Aufführungen. So viel kann man aber schon verraten: Trotz des Chaos, das auf der Bühne herrscht, bieten die Schauspieler eine tolles Stück, das keinen Moment auch nur ein bisschen langweilig wird. Alle Darsteller verkörpern ihre Rollen originell. Als sie sich am Schluss mit einem Lied bei ihrem Publikum und ihren Helfern hinter und vor der Bühne bedanken, will der Applaus gar nicht enden. 
(Artikel: Donaukurier,AnnaErmert)



Die Theatersaison ist gestartet

Wie alle Jahre haben die Theaterfreunde Nötting auch heuer wieder einen Dreiakter einstudiert - er heißt "Die Eisheilige".
Seit Anfang November sind die Laienschauspieler der Nöttinger Theaterfreunde schon wieder fleißig am Proben, um das Stück aus der Feder von Andrea Döring möglichst perfekt und vor allem sehr humorvoll und unterhaltsam für alle Besucher präsentieren zu können. Die Aufführungstermine sind alle im März: Premiere ist am Samstag, 16. März, weitere Aufführungen an den Freitagen und Samstagen, 22. und 23. sowie 29. und 30. März. Die Aufführungen beginnen jeweils um 19.30 Uhr. Außerdem gibt es wieder einen Senioren- und Familiennachmittag am Sonntag, 17. März, um 15 Uhr. Einlass ist jeweils eine Stunde vor Beginn. 

Bei der titelgebenden Eisheiligen handelt es sich um die Bäuerin Mara Meininger, die von Sandra Fischer verkörpert wird. Sie wurde als junge Frau von einem Mann schwer enttäuscht - und darum kommt ihr seither kein Mannsbild mehr auf den Hof. Einzig der Altknecht Ludwig, gespielt von Stefan Krammel, wird geduldet, da er "quasi ein Erbstück" ist. Diese Einstellung ist Maras Schwester Sonja (Natascha Koch) ein Dorn im Auge, verheimlicht sie ihr doch schon seit geraumer Zeit die Beziehung zum Dorfarzt Tobias (Sebastian Koch). Und auch der naive Brautwerber Fritz (Christoph Brücklmeier) wird von Mara stets eiskalt abgewiesen. Michael Schaller (Manuel Zellner) ist vor seiner Verlobten Sophie (Jessi Bauer) auf der Flucht und wird prompt von Ludwig als Knecht angeheuert. Von dem nichtswissend, lässt sich Mara auch noch von der Altenheim-Leiterin Klara (Irmgard Fischer) überreden, dass sie vorübergehend die beiden Senioren Nepomuk und Alma (Peter und Monika Zellner) bei sich aufnimmt. Mit so vielen Fremden unter einem Dach bahnt sich ein perfektes Chaos an - und plötzlich wird das Eis für Mara ganz dünn. 

Die restlichen Karten sind an der Abendkasse oder ab 19. Februar, ab 8 Uhr bei Spielwaren Krömer an der Maximilianstraße 18 in Geisenfeld erhältlich. 
(Artikel: Donaukurier)

Martin Kölbl neuer Chef

Eine Ära ist jetzt bei den Nöttinger Theaterfreunden zu Ende gegangen. Seit der Gründung von knapp 25 Jahren war Monika Zellner an der Spitze des Vereins gestanden, jetzt gab die 61-Jährige den Vorsitz in jüngere Hände.
Die neue Führungsriege der Theaterfreunde Nötting mit den drei ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern: Josef Kölbl (von links), Martin Kölbl, Stefan Krammel, Monika Kölbl, Jessica Bauer, Sandra Fischer, Manuel Zellner, Eva Waldhier, Monika Kölbl, Monika Zellner, Christoph Brücklmeier, Sylvia Fischer, Angelika Roauer, Hedwig Zieglmeier und Irmgard Fischer. 

Zu ihrem Nachfolger wählten die 53 Stimmberechtigten in der Jahreshauptversammlung den bisherigen Zweiten Vorsitzenden Martin Kölbl.

In ihren letzten Bericht als Vorsitzende blickte Monika Zellner nicht nur auf das vergangene Vereinsjahr, sondern auch auf ihre gesamte Amtszeit zurück. Die Theaterfreunde hätten einen "holprigen Start" gehabt, seien aber jetzt durch den Fleiß und das Engagement der Mitglieder ein "pumperlgesunder Verein" - mit der letztjährigen Kulturpreisverleihung als Höhepunkt. Dafür, so Zellner, gelte es "einfach nur danke zu sagen". Sie selbst, und auch die beiden anderen ausscheidenden Vorstandsmitglieder, Schriftführerin Sylvia Fischer und Kassiererin Irmgard Fischer, würden dem neuen Team weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen, versprach Zellner. "Doch jetzt sind erst mal die Jungen dran."

Zum neuen Zweiten Vorsitzenden des 130 Mitglieder zählenden Vereins wurde Manuel Zellner gewählt, neuer Schriftführer ist Christoph Brücklmeier und um die Kasse kümmert sich Jessica Bauer. Als Beisitzer bestätigt wurden Monika Kölbl, ihre Namensvetterin Monika Kölbl, Josef Kölbl sowie Angelika Roauer. Stefan Krammel gehört der Beisitzerriege nach einer Pause wieder an. Und neu im Amt sind Sandra und Irmgard Fischer. Zu Kassenprüfern gewählt wurden Eva Waldhier und Hedwig Zieglmeier.

(Artikel: Donaukurier)